Gebäudesektor

Bis 2030:
Reduktion der Emissionen um 68 % ggü. 1990 auf
67 Mio. t CO₂-Äq.

Quelle: Bundes-Klimaschutzgesetz

Der Gebäudesektor verursacht nach wie vor rund ein Drittel der deutschen Treibhausgasemissionen und ist für knapp die Hälfte des Endenergieverbrauchs verantwortlich. Damit ist er ein zentraler Hebel für das Erreichen der nationalen Klimaziele.
Mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) und der kommunalen Wärmeplanungspflicht, die 2024 in Kraft getreten sind, stehen Kommunen, Eigentümer und Versorger nun vor der Aufgabe, Wärmenetze auszubauen, Heizsysteme umzustellen und technologieoffene Lösungen zu bewerten.

Power-to-X (PtX) kann dabei eine entscheidende Rolle spielen: als klimafreundliche Alternative, wo Wärmepumpen oder Fernwärme allein nicht ausreichen – etwa im Gebäudebestand, in schlecht sanierbaren Objekten oder in ländlichen Regionen.

Brennstoffzellenheizungen, die Wasserstoff oder Synthesegas nutzen, erzeugen gleichzeitig Wärme und Strom – in einem hochwirksamen elektrochemischen Prozess. Sie gelten als besonders effizient und sind mit dem GEG vereinbar, wenn die eingesetzten Energieträger aus erneuerbaren Quellen stammen.

Erneuerbare Gase wie Wasserstoff oder synthetisches Methan können über das bestehende Erdgasnetz transportiert und gespeichert werden. Damit lassen sich sowohl neue Wärmenetze versorgen als auch dezentrale Gebäudeheizungen klimaneutral betreiben.